5 schlimme Fehler, die Frauen im Beruf machen, die dazu führen, dass sie ständig überarbeitet und überfordert sind und direkt in den Burnout führen.

young woman is tired

 © Jeanette Dietl / Fotolia

 

Es gibt fünf Grundfehler, die unweigerlich zu Stress und damit auf lange Sicht sogar zu Burnout führen. Insbesondere Frauen neigen dazu gleich alle drei zu machen.

1. Fehler – die Latte zu hoch legen

Alles muss top sein, die Figur, die Kinder, die Wohnung, der Job, die nächste Party und neben all dem möchte frau auch noch super aussehen, schlank sein und wunderschön angezogen sein.
Das kann ganz schön anstrengend sein. Denn wann ist es schon genug und wann ist es top? Schließlich kann man immer noch besser werden.
So ist die Latte nicht  nur zu hoch, sondern wandert wie von selbst auch noch immer weiter nach oben.
Was bedeutet die Latte zu hoch zu legen? Die liegt dann zu hoch, wenn Frauen nicht mehr gelassen zu ende bringen, was sie sich vorgenommen haben, sondern nachts vor lauter Gedanken-Karussel und Todo-Listen nicht mehr schlafen können.
Es gibt sicherlich berechtigte Ausnahmen, wie besondere Familienfeiern, plötzliche Krankheit von Angehörigen, doch wenn Hektik und Unruhe der normale Alltag sind, haben sich Frauen zu viel zugemutet.
Mein Ratschlag:
Hören Sie auf mit dem “Nur, wenn es perfekt ist, ist es schön.” Oft ist weniger mehr. Denn eine Frau mit einer tollen Ausstrahlung wirkt viel anziehender als eine die ordentlich gestresst ist.
Arbeiten Sie nur solange wie Sie Ihre Aufgaben mit Liebe und Sorgfalt ausüben. Sobald Sie merken: “Das wird mit jetzt zu viel”, hören Sie einfach auf. Denken Sie daran, gestresste Menschen sind eine Zumutung für andere. Denn Stress überträgt sich auf andere.

2. Fehler – sich mit anderen vergleichen

Das ist ein ganz typischer Fehler. Frauen lieben Netzwerkstrukturen mit vielen Gesprächen. Da werden schnell das Auto, das Haus, die Kinder, die  Kleidung mit anderen Frauen verglichen. Natürlich nur mit denen, die es angeblich besser haben. Oder haben Sie sich schon mal mit jemand verglichen, der weniger kann oder hat als Sie?
Und schon ist man neidisch.
Oder es wird über andere gelästert.
Und schon hat frau viele Gründe unglücklich und gestresst zu sein.
Denn wer genau beobachtet, hat sicherlich schon festgestellt, dass man sich nach Lästern schlechter fühlt als vorher. Bei Neid ist es noch deutlicher.
Stattdessen sollten wir uns und unser Leben genauso so schätzen und genießen wie es ist.
Und wenn Sie mehr vom Leben möchten, dann überlegen Sie, wie sie das erreichen können statt in Gefühlen von Neid und Ungerechtigkeit zu verharren.
Mein Ratschlag:
Entweder Sie hören sofort auf sich mit anderen zu vergleichen oder Sie suchen nach Lösungen wie Sie das worauf Sie neidisch sind auch erreichen können. Das motiviert und gibt das Gefühl das Leben selbst zu steuern.
Buchen Sie Seminare und nehmen Sie Coaching-Stunden für mehr Glück und Wohlbefinden.

3. Fehler – Die eigenen Bedürfnisse zugunsten anderer hintenanstellen = sich selbst verleugnen

Wenn ich mit Frauen in meinen Coachings spreche, dann sind sie oft sehr müde und erschöpft.
Doch wenn ich sie darauf anspreche, heißt es oft, dass es nicht anders gehe, weil doch Mutter oder Vater niemand anderes hätten, der ihnen hilft, dass man doch nicht ausruhen könne, denn schließlich müsse ja xyz unbedingt gemacht werden. (Übrigens auch ein Fall von die Latte zu hoch legen).
Oder die Kinder sollten doch ihr Leben genießen und auf keinen Fall irgendwelche Aufgaben übernehmen. Da wäre es doch besser selbst anzufassen.
Oder: “Der Chef hat ja nur mich.”
Das Ganze gipfelt dann in der Standard-Ausrede: “Das alles ist ja gar nicht so schlimm. Das schaffe ich schon noch.”
Dies ist für mich ein Leugnen der eigenen Bedürfnisse, die unweigerlich dazu führen, dass viel zu viel, wenn nicht gar alles an dieser Frau hängenbleibt.
Stattdessen empfehle ich, innezuhalten und genau zu spüren: “Was brauche ich jetzt?”
Sollten Sie jetzt dagegen halten: “Für so einen Quatsch habe ich keine Zeit.”, dann werden Sie bald viel Zeit haben über sich und ihr Leben nachzudenken. Denn, wenn Sie keine Pause machen, wird das über kurz oder lang Ihr Körper für Sie tun.
Also: Halten Sie inne und prüfen Sie genau, was muss gemacht werden und was ist nur Kür.
Können Sie auf die Kür verzichten oder wenn nicht, können Sie jemanden dafür einstellen?
Müssen Sie alles von Hand machen oder können Sie ein Profi-Werkzeug oder gleichen einen Profi ein kaufen, mit dem dieselbe Aufgabe mehrfach so schnell geht?
Dies fällt mir insbesondere bei Männern auf. Wenn Sie im Haushalt Tätigkeiten übernehmen, dann kaufen sie sofort die besten Tools ein, wie super scharfe Messer oder den Profi-Fensterreiniger.
Auch im Berufsleben zögern Männer nicht, das einzukaufen, was Sie benötigen, sei es der teuerste Profi-PC oder das neuste Buchhaltungsprogramm.
Frauen tun sich oft schwer damit und “behelfen” sich, weil man das Geld doch besser für die Familie einsetzen kann. Doch dieses Verhalten kostet nur Energie, Zeit und Nerven.
Dr. Petra Bock empfiehlt in Ihrem Buch, selbstgewiss, individuell, originell an eine Sache heranzugehen und ganz natürlich gut mit sich umzugehen.

Meine Empfehlung:

Treffen Sie sofort einige Entscheidungen, um sich zu entlasten.
1. Was lasse ich weg?
2. Welche Werkzeuge brauche ich schon lange und habe ich mir bisher nicht gegönnt?
3. Was kaufe ich an Dienstleistungen ein?
4. Wer in meinem Umfeld kann Aufgaben übernehmen?

4. Fehler – alles bewerten

Frauen neigen dazu alles und jedes zu bewerten und zwar insbesondere sich selbst negativ.
Dies ist der Punkt mit dem Sie am meisten verändern können.
Konzentrieren Sie sich auf das Schöne in Ihrem Leben und fangen Sie an zu genießen.
Statt zwanghaft alles negativ zu sehen, fangen Sie an einfach zu beobachten und wahrzunehmen. Es ist wie es ist.
Die Sonne scheint? Wunderbar. Sonne macht gute Laune.
Es regnet? Auch wunderbar. Die Pflanzen können wachsen.
Mein Ratschlag:
Bleiben Sie einfach offen und neugierig ohne zu bewerten.
Denn ob etwas wirklich gut oder schlecht ist, können wir oft nur im Nachhinein beurteilen.
Auch Dr. Petra Bock empfiehlt in Ihrem Buch “Mindfuck-Job” bewertungsfrei aufmerksam sein, sensibel wahrnehmen und das eigene Urteilsvermögen einsetzen statt sich und andere gnadenlos negativ zu bewerten.

5. Fehler – Frauen verlieren Ihr Ziel aus den Augen

Was mir in meinen Coachings immer wieder auffällt, dass Frauen sich in Kleinkriegen verlieren, statt beharrlich und erwachsen an ihrem Ziel zu arbeiten.
Manchmal verlieren Sie sogar vor lauter Konflikten völlig aus den Augen, was Sie eigentlich wollten.
Mein Ratschlag: 
Überlegen Sie sich, was Sie erreichen möchten und steuern Sie genau darauf zu.
Was glauben Sie, was die Hauptursache von Müdigkeit, Erschöpfung und Burnout sind? Ich freue mich auf Ihre Kommentare.

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